Geschichte

Der Gasthof “Linde” im Wandel der Zeiten

Hotel- Restaurant Gasthof für Feiern und Hochzeiten in Eutingen im Gäu.

Der “Gasthof Zur Linde” ist ein Stück Geschichte der Gemeinde Eutingen.
Nachdem an Stelle des späteren Schwesternhauses ein Nonnenkloster errichtet worden war,
wollte sich auch der Zisterzienserorden in Eutingen niederlassen.
Damit begann die Geschichte des Gasthofes “Linde”.

Innerhalb kurzer Zeit entstand ein Gebäude mit wuchtigen Mauern.
Bevor die zwei oberen Stockwerke fertig waren, brach aber ein Krieg aus.
So entstand im 14. Jahrhundert ein Haus, das nicht das Kloster aufnahm,
sondern als landwirtschaftliches Anwesen ausgebaut wurde.

Als die Fürsten von Thurn und Taxis den Postbetrieb in Württemberg an sich brachten,
in den Jahren nach 1500 Pferdegespanne einsetzten, spannten sie auch die “Linde” für ihre Zwecke ein.
So gehörten zum Stall der “Linde” ständig etwa 60 Pferde, 30 davon trabten tagsüber über die holprigen Wege zwischen den Orten,
wobei die Fuhrleute darauf sahen, dass sie vor Einbruch der Dunkelheit noch in der “Linde” in Eutingen unterkamen
und dort für den folgenden Tag ein Paar frischer Pferde erhielten. 

Besonderen Respekt vor den Gästen der “Linde” bekamen Bevölkerung und Obrigkeit,
als Schießpulverwagen aus der Pulverfabrik Rottweil an diesem Gasthaus Station machten.

Um das Jahr 1800 bauten die Inhaber der “Linde” einen unterirdischen Gang von der “Linde” zur Kirche,
der jetzt allerdings nicht mehr begehbar ist. 
Der erste heute noch bekannte Lindewirt hat sich in den Torbogen verewigt: Johann Jacob Blatz, 1768, steht dort zu lesen.

1968 wurde der alte Gasthof “Linde” im Zuge der Ortsduchfahrtserneuerung abgebrochen. 1970 konnte der moderne Neubau eröffnet werden.